Bühne frei fürs Leben
Shownotes
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00:00:03: Was bricht Kinder wirklich?
00:00:04: Die Menschen, die sie begleiten.
00:00:06: Die Erfahrungen, die Sie machen oder die Geschichten, die SIE fürs Leben mitnehmen.
00:00:11: Hallo und herzlich willkommen!
00:00:12: Ich bin Claudia Todt, Gründerin der Familiengestalterei, die Akademie für Kinder, Jung- und Familienbegleitung und deine Gastgeberin bei Kinder leicht um Beziehung stark – dem Podcast für neue Perspektiven rund um Familie, Bildung und persönliche Entwicklung für Eltern, Pädagoginnen, Lehrkräfte und alle die Kinder- und Jugendliche stärken möchten.
00:00:37: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Kinderleichtum beziehungsstark!
00:00:41: Und ihr wisst ja schon in dieser Staffel geht es vor allem darum was prägt Kinder wirklich?
00:00:47: Heute möchte ich dabei auf einen Bereich schauen über den wir in diesem Zusammenhang vielleicht viel zu selten sprechen nämlich Kultur, Kunst und Kreativität.
00:00:56: Mein heutiger Gast ist die liebe Sophie Berger und Sophie Schauspielerin, Produzentin, Stückentwicklerin, Moderatorin und Kabarettistinnen – Wahnsinn!
00:01:08: Ja hallo?
00:01:08: Danke für die Einladung.
00:01:09: Hallo!
00:01:11: Ich glaube du bist ja seit über zwanzig Jahren im Theater für junges Publikum so die Bühne aus unterschiedlichen Perspektiven, oder?
00:01:20: Das stimmt.
00:01:21: Ja das ist wunderschön.
00:01:22: mit Kindern zu arbeiten und auch für Kinder Theater zu produzieren macht mir sehr Spaß!
00:01:26: Sehr schön ja und wir werden später noch mal drauf zurückkommen.
00:01:30: aber du bist ja auch quasi Moderatorin des Kultur-Podcastes Landes Niederösterreich und auch selbst Mutter, stimmt's?
00:01:38: Genau stimmt
00:01:39: auch wunderbar.
00:01:41: Ich freue mich schon, dass ich mit dir über Geschichtenteater und kulturelle Erlebnisse sprechen darf.
00:01:46: Und warum Kinder eben auch Räume brauchen in denen sie ausprobieren dürfen wer sie sind.
00:01:54: So viel möchtest du vielleicht auch ein bisschen was über deinen persönlichen Weg hin zum Theater zur Bühne zu Werbespots?
00:02:01: Erzählen.
00:02:03: Mein persönlicher Weg hat angefangen eigentlich schon im Kindheitsalter und zwar ganz prägend war für mich die Hortzeit, ich war in der Volksschule in einem Hort und danach bei der Hort-Zeit gab es so verschiedene Theaterprojekte kann man so sagen.
00:02:19: und geprägt hat mich damals Die Hortpädagogin Uschi, die mich sehr inspiriert hat und die dann auch mit uns ein ganz großes Stück inszeniert hat führt, also ganz groß aufgeführt und da durfte ich die Hauptrolle spielen.
00:02:34: Und das war so der erste Moment wo ich Schauspielluft geschnuppert habe und es hat mir total gedaukt.
00:02:39: und dann war das muss ich werden, Schauspillerin!
00:02:41: Das ist mein Beruf und meine Eltern haben gesagt ja lernen aber vorher was gescheites, das war der Ansatz von meinen Eltern noch und dann kannst du gerne die Ausbildung machen.
00:02:51: zur Schausspielerin Das war eine perfekte Schule für mich, weil es einfach auch eine sehr kreative Schule war und musikalisch sehr gefördert.
00:03:10: Und auch kreativ und das war wirklich ganz toll!
00:03:14: Und das hat so ein bisschen die Basis auch gelegt für nachher für die Schauspielerei.
00:03:18: Das heißt, du hast das eigentlich ein bisschen miteinander verbunden kann man sagen.
00:03:21: Also so die Kinder mit der Bühne... also das war eigentlich ein ganz guter Weg den du da gegangen bist auch?
00:03:28: Ja genau und es hat mich dann schon auch geprägt einfach viel mit den Kindern zusammen zu arbeiten in der Kinder- und Gasse.
00:03:34: Und sie hat mir immer getaugt ich war gerne Kindergartenpädagogin und habe aber trotzdem gespürt Ich will irgendwie selber auf der bühne sein kreativ sein selber Projekte machen und hab das dann recht gut verbinden können.
00:03:47: Und du bist dann nach der Canyon Gasse quasi direkt in eine Schauspielschule gegangen?
00:03:53: Also sagt man da Schauspilschule oder ist das ein Studium, oder was ist denn das genau?
00:03:56: Ja
00:03:57: also ich war dann in einer Schausspielschule.
00:03:59: Es gibt verschiedene, es gibt auch Schauspostudium und es gibt private und öffentliche.
00:04:03: Ich habe die Aufnussprüfungen probiert an den ganz großen Unis und dann hab' ich's aber raus geschafft und dort habe ich dann eine dreijährige Ausbildung
00:04:11: gemacht.
00:04:12: Und wie ist dein Weg dann weitergegangen?
00:04:14: Dann ist man Schauspielerin und ich kann mir vorstellen, dass es jetzt gar nicht so leicht an Fuß zu fassen in dieser Kulturszene.
00:04:22: Ja also ja das stimmt!
00:04:24: Das ist wirklich schwierig und hat doch viel mit Glück zu tun, nicht nur immer mit Talent aber ich habe mich recht schnell dafür entschieden selbstständig zu werden d.h.
00:04:34: Ich habe meinen eigenen Projekt auf die Beine gestellt weil ich so viele Ideen im Kopf hatte und ich mir gedacht habe, ich will jetzt nicht warten auf Jobs sondern ich will mir selbst Jobs bauen.
00:04:43: Und hab dann ganz schnell mit meiner Kollegin Damans Susanne Preisel einen Verein gegründet.
00:04:49: das war eigentlich ein Jahr nach der Schauspielschule haben wir das schon gemacht Theater Jugendstil den es immer noch gibt, der so meine Basis ist und haben Förderungen beantragt vom Land Niederösterreich und vom Bundesministerium und haben das auch bekommen.
00:05:02: und seitdem produzieren wir jährlich Jugendtheaterstücke Weil wir gefunden haben, dass es gerade im Land Niederösterreich in regionalen Bereichen wenig Angebot dafür gibt.
00:05:13: Und wir wollten das in einem sehr professionellen Rahmen aufziehen und auch in den Theaterräumen spielen.
00:05:19: Und ja seitdem produzieren wir Jugendtheater.
00:05:23: Großartig!
00:05:24: Und Jugendtheatre... Sie ist es dann für Jugendliche oder Jugend?
00:05:29: Im Sinne von alle die Jünger sind als zwanzig?
00:05:32: Geil war das vorstellen.
00:05:34: Ja, welchen Mehrwert wolltet ihr auch durchstiften?
00:05:38: Die Zielgruppe ist zwölf bis achtzehnjährige.
00:05:40: Also es sind schon Schulkinder und wir wollten einfach moderne Stücke schaffen die
00:05:52: für
00:05:52: diese Zielgruppen ansprechend sind.
00:05:55: Und wir haben uns Themen ausgewählt, die gerade bei den Jugendlichen interessant akut waren und haben dann ein Outdoor hinzugezogen.
00:06:04: Der hat uns das Stück geschrieben und dann haben wir es professionell mit einem Regisseur oder einer Regisseure inszeniert, haben Schauspieler ins Boot geholt und haben uns quasi so das Team geschaffen.
00:06:13: Und angefangen haben wir, wo wir noch selbst vieles dieser Bereiche abgedeckt haben – wo wir halt auf der Bühne gestanden sind – und Produktionen, Presse, Marketing, Abrechnung, alles selber gemacht haben.
00:06:23: Und nach und nach hat sich das Team immer größer erweitert und wir haben immer viel mehr Auslagern können.
00:06:28: Und mittlerweile können wir eigentlich auch nur mehr produzieren, und haben alle anderen Posten abgedeckt und stellen noch Leute an.
00:06:36: Also es ist jetzt einfach groß gewachsen!
00:06:38: Wir holen uns immerhin – wir sind jetzt nicht mehr die Jüngsten – am Anfang waren wir so Anfang zwanzig da haben wir noch ein bisschen diese Lebensrealität der Jugendlichen mehr gespürt.
00:06:45: Jetzt sind wir schon ein bissel weiter weg davon.
00:06:48: Holen wir uns schon die ganzen Ideen von den Jugendlichen selbst.
00:06:54: Schulen und schauen, was da eigentlich gerade für präsente Themen
00:06:58: herrschen.
00:06:58: Und die nehmen wir dann wieder auf und lassen sie von Autoren oder Autorinnen
00:07:01: schreiben.".
00:07:03: Das heißt ihr bindet die Jugend wirklich aktiv ein?
00:07:05: Was fällt denn dir dann auf?
00:07:08: Wie reagiert denn die Jugend auf Theater, auf Kultur, auf... Da ist jemand der sich für unsere Themen interessiert!
00:07:15: Also das jugendliche Publikum ist eines finde ich der schwersten.
00:07:21: Weil wenn sich jeder irgendwie so zurückversetzt in seine Jugend, in seine Pubertätzeit und sich denkt okay ich bin jetzt in der Schule oder jetzt gibt es einen Ausflug.
00:07:28: Und wir gehen ins Theater dann war gleich einmal so oh nein was kommt er ist urpeinlich!
00:07:34: Jetzt würde man sagen weh cringe.
00:07:35: und
00:07:36: ja.
00:07:37: also das heißt du musst ja irgendwie auch mal schon die Jugendlichen überzeugen.
00:07:40: Also du hast ja nicht den wie bei den kleinen Kindern.
00:07:43: Das ist schon etwas anderes.
00:07:44: Die kommen mit einer absoluten Neugierde und Offenheit in diesen Theaterraum Antihaltung dahinein.
00:07:52: Und wir haben es aber doch bis jetzt immer recht gut geschafft mit Musik auch oder mit starken, präsenten Anfängen und mit kontroversen Themen oder mit viel Energie und Professionalität die Jugendliche abzuholen.
00:08:11: Das Schönste daran ist wenn man dann das Jugendliche Publikum hat uns sie wirklich am Pointe lachen weil es einfach gerade zum Stück dazu gehört, rausschreien, weil sie sich ärgern und man merkt die sind emotional grad komplett beim Stück.
00:08:28: Und das ist so das größte Geschenk wenn die Jugendlichen dann wirklich dabei sind.
00:08:33: Das heißt Sie lassen sich wirklich mit reißen und vielleicht auch mal so diese jugendliche Coolness-Maske hinunterfallen?
00:08:41: Und das is natürlich etwas was Kultur Anders schafft, sage ich jetzt mal als Netflix oder Amazon Prime.
00:08:50: Das heißt das ist etwas Lebendiges.
00:08:52: Theater ist ja was Lebendiges mit Reißendes, oder?
00:08:55: Genau, vor allem und da fällt dann auch manchmal eben sehr coolnes Maske wie du sagst und sie werden dann doch wieder zu Kindern.
00:09:02: Und es ist ein bisschen so Caspal-Theater-Flair.
00:09:05: Was ist genau das, was wir wollen!
00:09:06: Ich kann mich an eine Situation erinnern – das war ganz spannend.
00:09:09: Wir haben einen Stück über Gender gemacht ein Mädel und einen Buschen gehabt, und eine Genderfluid-Person.
00:09:19: Und der Busch und das Mädel hatten viele Szenen wo aber das Rollenklischee verändert wurde.
00:09:27: Es gab so eine kleine Situation wo es eine Gaming Show war und wir haben die Jugendlichen im Publikum getrennt.
00:09:33: Es mussten die Mädels auf der einen Seite sitzen und die Buschen auf der anderen Seite.
00:09:36: In dieser Gaming Show Situation war es so dass diese Klischeefrau, Klischeemannsituationen gezwitscht haben.
00:09:44: Und die Rolle der Genderfluid hat dann quasi immer Punkte verteilt, so okay das hat jetzt gewonnen, der Mann das hat gewonnen und es hat sich so zugetragen dass das Publikum.
00:09:59: Das war so arg, die haben so geschrien, gebutt und gejubelt wenn sie Punkte bekommen haben.
00:10:04: Und dann auch schon wirklich so Anti-Mädels, Anti-Burschen.
00:10:07: Es haben sich so richtige Parteien in Publikum etabliert und es war richtig spannend mit Dreißend und Arg.
00:10:14: Ich meine das macht ja noch was und du denkst org.
00:10:17: also was ist da gerade verankert oder was kommt da gerade hoch?
00:10:21: Und wir machen das aber immer so.
00:10:22: Wir lassen die Jugendlichen dann nicht alleine mit solchen Themen, die wir dann natürlich aufreißen und sondern wir gehen dann in Diskurs und haben danach immer Publikumsgespräche und fragen die Jugendliche auch was hat das jetzt mit euch gemacht?
00:10:33: Warum habt ihr es so reagiert?
00:10:34: Warum war es euch so wichtig dass für dich jetzt der Busch gewinnt oder für dich das Mehl gewinnte?
00:10:40: Was ist eine Genderfluid-Person?
00:10:42: Und dann machen wir oft auch darüber Workshops oder bieten den Lehrinnen und Lehrern auch Materialien an, pädagogisches Begeidmaterialen um danach mit denen das aufzuarbeiten.
00:10:52: Das heißt es ist ein rundum durchdachtes Projekt?
00:10:56: Ein bisschen!
00:10:57: Es hat mir die Kenio-Gasse gelernt.
00:11:00: Liebe Grüße an dieser Stelle!
00:11:02: Danke Susi!
00:11:04: Und es hören ja bei dem Podcast immer wieder Lehrpersonen nach Bildungseinrichtungen zu.
00:11:10: Wie kommt man denn zu euch, zu eurem Verein und dass man da einen Workshop buchen kann?
00:11:15: Das wäre vielleicht auch interessant.
00:11:16: Ja
00:11:16: also wir haben eine Homepage Theater Jugendstil und ja wir schreiben eigentlich immer die Schulen auch an.
00:11:22: Also es gibt immer einer Info-Mail wo wir immer am Anfang des Jahres einmal ausschicken wann wir moh spielen.
00:11:28: Also unsere großen Ortes sind Sankt Pölten Kramat Neuesiedel Baden Stokkarau, ich will das jetzt irgendwas vergessen noch irgendwas... Ja, man kann es jetzt sehr alles noch mal nachlesen.
00:11:44: Aber genau unterschreiben wir dann auch ihn oder ihr meldet sich einfach bei
00:11:47: uns.
00:11:48: Super!
00:11:48: Das heißt, man darf auch Vorschläge geben
00:11:51: für ein Modellplak vielleicht?
00:11:53: Nein also wir suchen immer neue Orte auf jeden Fall aber da sind wir auch schon so etabliert und erkennen uns.
00:11:58: die Pädagogen und Pädagoginnen und kommen gerne zu uns und wissen was sie erwartet.
00:12:02: Großartig Wenn wir jetzt mal von der Jugend weggehen Richtung Volksschulalter, Kindergartenalter.
00:12:11: Was hast du denn da für Erfahrungen?
00:12:13: Ich glaube ich habe es ja für die kleineren oder jüngeren ja auch Bühnenprogramme.
00:12:18: Genau!
00:12:18: Ich habe dann einen zweiten Verein gegründet nachdem ich einen Sohn bekommen hab.
00:12:24: das war dann so zwei siebzehnt und zwar fünfzehn ist er so geboren, der Simon und der Wader zweijahre alt.
00:12:29: und ich habe gemerkt es fehlt an Kulturprogramm wirklich die ganz kleinsten bis zwei Jahre oder ab zwei Jahre.
00:12:37: Also das hat mir irgendwie gefehlt, da war mir zu wenig Angebot und ich habe gedacht eigentlich könnte ich da also auf den Zug aufspringen und ein Stück für mein Kind machen produzieren.
00:12:46: und hab
00:12:46: dann noch einen zweiten Verein gegründet, Olivia Productions und hab auch wieder eingereicht Förderungen beantragt für ein Stück Zwei Plus mit Figuren und für mich selber, also ein Solo-Programm.
00:12:58: Und ich weiß nicht ob du das kennst Mr.
00:13:00: Lil Miss Figuren?
00:13:01: Das ist eine Buchreihe da gibt es so Mr.
00:13:04: Kitzl, Miss Sonnenschein, Mr.
00:13:06: Kriskram und diese Figuren habe ich aufgegriffen und haben ein Stück über Emotionen gemacht.
00:13:11: Und das hat dann so gut funktioniert und so eingeschlagen und ich hab gemerkt, oh da ist echt Bedarf!
00:13:18: Also für diesen ganz kleinen und diesen Verein gibt's auch immer noch.
00:13:22: und jetzt mittlerweile mache ich das dritte Stück
00:13:25: Wow.
00:13:26: Also du hast eigentlich wirklich so deine Lebenserfahrung oder auch deine Lebensumstände gleich hergenommen?
00:13:34: Genau, Anfang zwanzig an Jugendtheater mit einem zweierigen Sohn und ein Kindertheater.
00:13:39: Ja ist aber super wenn man es gleich so kombinieren kann.
00:13:42: Man sieht was fehlt eigentlich am Markt ja und das dann gleich aufgreift.
00:13:47: Das heißt dein Mama werden oder dein Mama sein hat schon ein bisschen deinen Blick auch verändert auf das was es braucht.
00:13:53: Total!
00:13:54: Ganz viel schon auch, ja.
00:13:57: Und es hat auch für mich das Mamasein ganz stark den Fokus verändert und dadurch dass man einfach so ein kleines Wesen daheim hat und das so viel Zeit braucht und so viel Energie und soviel Liebe, hat sich dieser Fokus im Theater verschoben und immer dachte Ja also da sind ja Lapalien teilweise was wir da... gestalten oder was wir für Probleme haben im Beruf, das ist alles nicht so wichtig.
00:14:24: Und durch diesen Fokus fand ich war für mich dann die Schauspielerei viel einfacher und mit viel mehr Leichtigkeit verbunden.
00:14:30: oder dass arbeiten und da muss ich auch sagen hat es ganz irgendwie zu Rollen begonnen.
00:14:35: also mit dem ersten Kind und auch mit den eigenen Stücktern habe ich irgendwie gewusst wo ich hin will?
00:14:41: Ich hab vielmehr auch aussortiert und gesagt okay das geht sich aus!
00:14:46: Das geht sich energetisch nicht mehr aus Und habe mich dann irgendwie für die richtigen Sachen entschieden.
00:14:51: Die richtigen Türen haben sich geöffnet und dann hat das Ganze irgendwie so einen Flow bekommen, und seitdem kann ich mich eigentlich nicht beschweren... Was
00:15:00: ist die Aufmerksamkeit herangehen?
00:15:01: ...was der Theaterwelt oder Schauspielerei oder mein Beruf betrifft?
00:15:04: ja!
00:15:05: Da wir nochmal auf dieses Stück zwei Plus zurückkommen, da darf man auch anders ran gehen, weil man vielleicht auch viel aktiver die Eltern mit einbietet, eben die Arterstück Welche Erfahrungen hast du von Kleinkindern, Volksschulkindern sein Mal in der Jugend?
00:15:24: Kommen Sie meistens mit der Schule dann.
00:15:26: Aber was verändert Theater Kunst und Kultur eigentlich im Miteinander innerhalb der Familie
00:15:32: auch?
00:15:34: Spannend dass Du es ansprichst weil für mich ist ganz wichtig das diese zwei Plus Stücke wo ja die Familien hinkommen ganz viele Themen auch für die Erwachsenen drinnen sind.
00:15:47: Spannenderweise habe ich auch immer so den Ansatz, die Gedanken der Erwachsenen auch irgendwie nicht neu zu ordnen.
00:15:58: Aber Impulse zu geben dass sie Sachen überdenken wie sie vielleicht mit ihren Kindern umgehen oder wie sie Themen sehen und das ist immer für mich so der Ansatz.
00:16:08: und dann kommt das spielerische dazu das Fantasievolle für die Kinder.
00:16:11: Aber eigentlich können sich bei mir die Erwachsenen auch was mitnehmen, also sowohl die Kinder als auch die Erwachsene.
00:16:17: Das ist für mich immer sehr wichtig!
00:16:20: Also ein super Konzept muss ich sagen ja?
00:16:23: Weil es natürlich, wenn du im Theater sitzt der mit deinem Kind und gleich selber zum Nachdenken angeregt wirst oder vielleicht einfach mal einen Frame bekommst und plötzlich etwas anders ziehst.
00:16:35: Ist das ja ein totaler Mehrwert?
00:16:36: Genau!
00:16:37: Zum Beispiel bei dem ersten Stück Mitgefühlt ist so die Grundaussage für mich immer gewesen.
00:16:43: Jeder von uns und auch die Kinder haben ganz starke Emotionen, ganz starcke Gefühle.
00:16:48: Und wenn's raus muss, muss ich es auch mal raus.
00:16:50: Wir Erwachsene haben auch die Aufgabe immer zu geben, zu schaffen wo sie diese Emotionen auch ausleben dürfen.
00:16:56: und dieses klassische wie vielleicht wir unsere Generation das erlebt hat.
00:17:00: Wie du darfst jetzt nicht weinern oder sei stark oder wut ist einfach unangebracht für Mädchen?
00:17:05: Das wollte ich irgendwie ein bisschen aufbrechen.
00:17:07: Das war zum Beispiel so der Ansatz für Drass.
00:17:10: Und es ist ja also bei mir in der Praxis eines der größten Themen Emotionsregulationen weil es sind ja die Kinder, die das Thema haben sondern ja die Erwachsenen.
00:17:20: Wie gehen wir damit um?
00:17:21: Weil wie du sagst unsere Generation, die Generation davor da war das Thema Emotionen noch eher so okay halt sie jetzt aus verpackt sich irgendwo gut wieder aber lasse ihr um keinen Preis jetzt hinaus.
00:17:33: und es hat sich doch sehr verändert.
00:17:36: und Gott sei Dank sage ich jetzt einmal wenn's dann Ansätze gibt wo man mit den Kindern auch ins Theater gehen kann und dass gemeinsam ein bisschen aufarbeiten kann Ist das wunderschön,
00:17:45: ja?
00:17:45: Ja.
00:17:45: Lösungsvorschläge darfst dann du bringen!
00:17:47: Ich breche es nur auf bei den ganzen
00:17:49: Vomitlern die
00:17:50: die Theater kommen.
00:17:50: Sehr
00:17:51: schön.
00:17:53: Ja aber es darf ja mal aufgebrochen werden, man darf ja einmal den Blick überhaupt mal das Bewusstsein kriegen.
00:17:58: da dürfte ich vielleicht noch hinschauen, ne?
00:18:00: Genau einfach hinterfragen.
00:18:01: Dafür ist auch Kunst und Kultur für mich zuständig.
00:18:04: Und der Podcast vom Land Niederösterreich.
00:18:08: wie kam's denn dazu Dass du da jetzt so die Moderatorin geworden bist, ich glaube eine Zeit lang sogar mit Robert Steiner.
00:18:15: Es
00:18:15: ist immer noch dabei.
00:18:16: genau ja wir sind immer noch Co-Moderatoren.
00:18:19: Ja das war eigentlich in der Pandemie ist es entstanden.
00:18:21: Die wollten einfach den Fokus auf etwas hörendes auditives legen und haben die Idee zum Podcast Und da ich schon lange etabliert bin als Kinder- und Jugendtheater, Produzentin Und auch Schauspielerinnen in dem Bereich haben sie eigentlich mich gefragt, ob ich das mal ausprobieren möchte und es war wirklich ein Schatz.
00:18:38: Weil ich habe dann natürlich am Anfang überfordert mit der ganzen Technik – also ich mache das ja auch alleine – mit dem Schneiden von dem Ganzen.
00:18:45: aber es hat mir so Spaß gemacht zu recherchieren diese ganzen Kulturangebote die Personen hinter den Kulissen zu interviewen Leute kennen zu lernen.
00:18:56: Das war wirklich ganz toll und aufregend und das mache jetzt mittlerweile schon das fünfte Jahr Den Kulturverkitz-Podcast eben mit dem Robert Steiner gemeinsam.
00:19:04: Ich bin gerade aktuell an einer Staffel, die schreibe.
00:19:07: Sie schreibt das selber, recherchiere, ladet Interviewpartnerinnen und Partner dazu ein.
00:19:12: dann produziere ich selber, nehme es auf, moderiere es und dann wirds quasi abgeschickt in die Welt der
00:19:18: Podcasts.
00:19:20: Kriegst du da auch Rückmeldungen manchmal von Kindern oder Familien, die sagen danke dafür.
00:19:24: Wir waren jetzt dort und wir mussten es angeschaut und das war einfach großartig?
00:19:28: Ja also tatsächlich schreiben auch immer wieder... Das kommt zwar nicht direkt zu mir sondern das kommt eher in die Kulturabteilung des Ganzen Macht.
00:19:36: Kommen wirklich Rückmeltungen dass sie tolle Orte kennenlernen durften und dass sie auch finden, dass diese Vorbereitung den Podcast vorher zu hören.
00:19:46: Und dann sicher zu dem Kulturort zu begeben.
00:19:49: irgendwie eine ganz neue interessante Mischung ist für die Kinder.
00:19:53: Dass Sie schon ein bisschen wissen um was es geht, ein bisschen Hintergrundwissen erfahren und dann aber dorthin kommen das Ganze dann sehen und das finden viele Eltern anscheinend sehr ansprechend.
00:20:02: Das heißt, der Podcast ist wirklich so konzipiert, dass die Kinder ihn hören können.
00:20:07: Und natürlich auch durch die Eltern.
00:20:08: Aber in Erseline, das er auch wirklich verständlich für die Kinder ist.
00:20:12: Genau und es sind viele interaktive Elemente drinnen.
00:20:14: Es war uns wichtig – es ist ein geskripteter Podcast.
00:20:16: Es ist jetzt nicht so ein klassischer Podcast wie wir das gerade machen, sondern es ist geskriptert.
00:20:23: Ich habe ganz genau Elemente, wo ich Sachen erkläre.
00:20:26: Elemente wo ich Sache spielerisch mit ihnen interaktiv löse.
00:20:30: Es gibt Rätsel am Ende und es gibt eine Aufgabe die ich immer lösen muss wie bei der Robertstelle oder umgekehrt im jeweiligen Kulturort.
00:20:38: also ist wirklich sehr spielergisch aufgebaut mit einem gesamten Rätsell wo man auch ein Lösungswort finden kann und solche Sachen Gewinnspiel gibt's auch.
00:20:46: Also das ist schon sehr spiellerisch und kreativ gelöst.
00:20:48: Viel
00:20:48: zu erleben?
00:20:49: Zu erleben beim Podcast auf jeden Fall!
00:20:51: Und dann noch beim Kulturort wenn man den Ausflug macht.
00:20:54: Ja, das ist eine super Kombination und ich glaube auch ein richtiger Mehrwert für alle die in Niederösterreich wohnen oder es auch kennenlernen wollen.
00:21:02: Total!
00:21:02: Und auch für Wiener mittlerweile und wiederinnern.
00:21:04: Ich meine viele machen Ausflüge nach Nieders-Österreich.
00:21:07: Auf
00:21:07: jeden Fall ja.
00:21:08: Und wenn wir jetzt ein bisschen hüpfen vielleicht auch im Themenbereich, ist es ja so dass ihr immer wieder Kinder auf die
00:21:17: Bühne
00:21:18: holt oder auch Workshops anbietet.
00:21:21: Weiß ich nicht genau, wie ihr das macht?
00:21:23: Vielleicht kannst du da kurz was erzählen.
00:21:25: Was ist denn so deine Erfahrung wenn Kinder auf der Bühnen stehen?
00:21:28: Weil überhaupt der Weg dorthin trauen sich das alle zu gibt es den Kindern die gleich mal so rauf stampfen und sicher sind auf der bühne Und auch solche die eher so beschüchtern
00:21:39: sind.
00:21:39: Also da haben wir zwei Bereiche einerseits mit Schulen gemeinsam Workshops machen, das heißt wir kommen in die Schulen direkt rein und machen Schauspielworkshops.
00:21:48: Und da sind wir sehr individuell im Sinne von was wollen die Schüler?
00:21:52: Was brauchen sie?
00:21:53: Ist es wirklich damit einen Bühnenauftritt oder sind es einfach Improvisationsübungen?
00:21:57: und Selbsterfahrungsübungen.
00:21:59: Und dann habe ich auch den Bereich, wo ich mit Kindern zusammenarbeite zum Volksschulalter, wo wir wirklich mit Rabau Radau – das ist ein Verein da werde ich immer eingeladen von der Jutzi einen richtigen Schauspielkurs zu machen und da ist eine große Aufführung im MDW auf der Musik-Uni mit wirklich Publikum, mit Musik, mit Band also dass es dann wirklich was Großes mit einem großen Auftritt da entscheidet sich die Kinder bewusst mitzumachen.
00:22:22: Das ist ein bisschen ein Unterschied einerseits wenn man jetzt in einer, sagen wir, eine NS-Schule sind und die Jugendlichen alle mit komplett anderen Themen sich beschäftigen als mit Schauspielerei.
00:22:33: Es ist natürlich ein Challenge sie herzuholen.
00:22:35: aber es ist umso spannender was das eigentlich mit den Kindern macht einfach nur diese Basic Schauspülübungen zu machen Präsenzübung lustige Improvisationsübungs wo man einfach miteinander Spiel in Kontakt geht in Austausch geht reagiert agiert sich dann wirklich ab einer gewissen Zeit einlassen, merken wir sind gar nicht so uncool.
00:22:59: Wir sind eh ganz leibernd und wir stellen uns auch darauf ein auf die Bedürfnisse.
00:23:02: Wir sagen wir sind ja keine Pädagogen mehr, ihr müsst das nicht machen.
00:23:05: Ihr könnt euch nur zuschauen es ist alles frei und schon allein das nimmt ihnen den Druck und sie wollen ja dann eh mitmachen.
00:23:11: Sie wollen eh das auch erfahren und sie finden das urlustig wenn man auf die Bühne kommt und sie finde das urlistig wenn die anderen auf die bühne gehen und irgendein Blödsinn machen und meistens Steigen wir ihnen auch irgendwie ein Blödsinn vor und sie denken, die war jetzt eh peinlicher.
00:23:24: Kann ich jetzt auch nicht peinlich sein?
00:23:27: Wir geben ihnen dann auch den Raum.
00:23:29: Peinlich sind zu dürfen.
00:23:30: und es gibt keine Fehler.
00:23:31: beim Theater gibt's das nicht.
00:23:33: Und schön zu sehen wie mutig die am Ende sind.
00:23:36: und wir kriegen oft die Rückmeldung von Pädagoginnen und Pädagogenen Dass sie erstaunt sind dass wirklich teilweise Die Kinder die die Mottzigsten sind normalerweise
00:23:46: so
00:23:47: präsent und wild neugierig auf dieses Thema sind und sich trauen, da vorne zu stehen.
00:23:54: Und das dann auch so
00:23:54: genießen,
00:23:56: dass man einfach die anschaut und sie machen dürfen was sie wollen beim Improvisieren und die Kinder müssen zuschauen.
00:24:03: also das ist ja auch schon mal diese Präsenz haben oder diese Aufmerksamkeit zu haben von den Mitschülerinnen und Mitschülern macht etwas.
00:24:10: und Da haben schon einige viele viele tolle Sprünge gemacht und die kommen dann meistens auch zu uns ins Theater und schauen sich dann die jeweiligen Stücke an und sehen uns dann auf der Bühne treffen wir sie nachher dann meistens noch im Foyer oder es gibt so eine Theaterführung, wo wir sie ein bisschen hinter die Kulissen mitbringen, die bei uns den Workshop gemacht haben.
00:24:27: Und das sind dann immer ganz von den Socken und hinten dann so
00:24:30: wow ich will
00:24:31: auch Schauspielerin und Schauspeller werden!
00:24:33: Das ist schon irgendwie ein ganz tolles Feedback.
00:24:40: Das heißt, dass ihr jetzt eigentlich Schauspielkultur beauftragt?
00:24:43: Wenn ich das jetzt mal so sagen darf... Allrounder!
00:24:47: Man hört vielleicht schon raus, auf fünf tausend Kirtan gleichzeitig tanze, aber das war immer schon meins.
00:24:53: Ich habe mich nicht auf eine Schiene fokussieren können und ich wollte immer alles ausprobieren und alles ausmachen und diese kreativen Ideen in meinem Kopf dann auch
00:25:00: verwirklichen.".
00:25:01: Ich glaube, das macht es aber dann auch aus oder?
00:25:03: Dass man da sich mal wirklich herauslassen darf.
00:25:06: Wie du auch gesagt hast diese Fehlekultur ist ja etwas ganz anderes in der Schauspielerei.
00:25:11: Man darf aus sich herauskommen und offen sein, man darf ausprobieren.
00:25:15: Es ist so ein Miteinander nicht ein übereinander Lachen irgendwie raus.
00:25:20: Und das ist ja was... wenn ich mir so Schulen auch anschaue und unser Bildungssystem allgemein oft anschae, etwas was ja viel zu wenig Raum bekommt.
00:25:28: Da stimmt!
00:25:29: Und ja also kreativ Unterricht oder viel mehr Kreative und Kunst- und Kultur in Schulen wäre natürlich wirklich schön.
00:25:35: Neben
00:25:36: Sport.
00:25:36: Ich glaube das sind so wirklich zwei Basic Dinge die man noch mehr haben kann
00:25:41: und darf Wenn du das jetzt schon so ansprichst, diese Kreativ-Fächer werden ja in Schulen immer noch als Nebenfächer abgetan.
00:25:51: Also gerade so ... ich glaube mittlerweile heißt es ja Kunst und auch nicht mehr Werken.
00:25:56: Ich weiß es nicht aber es heißt nicht mehr werken wie es halt früher bei uns keisen hat sondern irgendwie anders.
00:26:04: Und es gibt ja nicht mehr Textil und handwerkliches Werken sondern alles jetzt irgendwie zusammen.
00:26:11: Was würdest du denn für ein Schulfach etablieren, wenn du die Chance hättest, ein neues Schulfach irgendwie in die Schulen zu bringen?
00:26:21: Ein neues Schulfach.
00:26:22: Ja, da stellst du meine Frage!
00:26:25: Na ja gut, wenn wir jetzt sagen, die Kreativität ist wichtig, Kunst und Kultur ist wichtig aber ich finde auch Individualität ist so wichtig Selbstwertschätzung ist auch so wichtig.
00:26:37: Wie kann
00:26:38: man das verbinden?
00:26:39: Wir nennen es, dass Fach bedeutet kreatives soziales selbst wahrnehmendes Unterrichtsfach.
00:26:55: Super!
00:26:56: Ich finde, das könnten wir jetzt dann gleich etablieren und schick
00:26:58: die
00:26:58: Folge da gleich mal als Bildungsministerium.
00:27:00: Ja
00:27:01: ich werde die erste Pädagogin zu diesem Fach.
00:27:05: Das heißt Also was ich raushör, aus diesem super
00:27:08: Schulfachherr.
00:27:09: Ja bitte fass es mal
00:27:09: zusammen!
00:27:10: Wer so Persönlichkeitsentwicklung durch Kreativität und Selbst- und Fremdwahrnehmung vielleicht auch?
00:27:17: Ich finde das sehr schauspielerisch ist es ja... Es geht um die Selbstwahrnähmungen aber auch die Fremdswahrnehmbung von außen und selbstfremdbild.
00:27:25: Aber auch dieses soziale Miteinander kann man eigentlich ganz gut miteinander kombinieren mit Kunstkultur und auch Schauspielerei, Improvisation.
00:27:36: Also ich glaube da hat man ganz viele Anknüpfungspunkte wie wir diesen Unterricht gestalten können?
00:27:42: Ja!
00:27:42: Wir lassen uns das einfach ganz frei.
00:27:44: Das was gebraucht wird.
00:27:46: Das klingt gut.
00:27:47: Demokratische Bildung ist auch immer wichtig.
00:27:48: Kann man auch einfließen
00:27:49: lassen... Ich
00:27:50: glaube es kommt jetzt schon.
00:27:51: Es stimmt, es kommt schon.
00:27:52: Sehr gut Gott sei Dank.
00:27:55: Ok wenn wir jetzt einen super neuen Schulfach haben Was denkst du denn, was fehlt den Kindern denn heutzutage an Ressourcen und Kompetenzen damit sie wirklich noch sich weiterentwickeln und wachsen können?
00:28:09: Freizeit.
00:28:12: Ja!
00:28:12: FreizeIT also ich glaube langeweile digital detox würde ich jetzt auch mal so sagen.
00:28:22: ja das glaube ich ist etwas was nach und nach verloren geht dass wieder zurückgewonnen werden muss, finde ich.
00:28:31: Das merke ich bei meinen Kindern auch.
00:28:33: Mein großer, das haben wir jetzt gerade Ferien, Sommerferien und er hat so gesagt, der ist zehn Jahre alt und ich habe gesagt, Mama!
00:28:39: Wann kommt der Tag an dem ich mich langweile?
00:28:41: Auf den freue ich mich schon.
00:28:43: Es ist gut, dass du das irgendwie so merkst, dass Du das brauchst anscheinend in den langweiligen Tag.
00:28:49: Und jetzt so nach einem Monat Ferien habe ich gesagt und war der langweillige Tag schon da?
00:28:53: Also nein... Ich bin so interessant, es waren ure viele langweille Tage für mich da Und er hat halt urviel gelesen und er war so in seiner eigenen Welt.
00:29:01: Er hatte noch kein Handy, aber anscheinend kam der langweilige Tag noch nicht.
00:29:05: Aber er wünschte ihn sich!
00:29:06: Also es dürfte wirklich brauchen bis die Kinder dann wirklich mal so runterfahren dass sie denn langweillig wird und das war schon nach einem Monat spannend weil wir waren im Urlaub.
00:29:15: ein bisschen Programma maschung macht aber nicht zu intensiv und da merke ich erst wie reizüberfluten eigentlich Kinder sind in unserer Umwelt und unserem Umfeld.
00:29:27: Dazu mache ich nämlich gerade lustigerweise auch in der Podcastfolge über das Freizeitmuseum Langau im Waldviertel.
00:29:33: Sehr interessant, die sich genau diesem Thema widmen.
00:29:35: Freizelt für Kinder!
00:29:37: Spielanregungen und Spielideen abgesehen von dieser digitalen Welt bin ich sehr interessant.
00:29:42: Ja?
00:29:42: Und hast du das Gefühl dieses langweile Themen oder das warten auf lange Weile hat auch damit zu tun dass die Kinder heutzutage viel in der Schule sitzen, zu Hause dann noch ganz viel zu tun haben.
00:29:54: Manche haben da noch Freizeitaktivitäten.
00:29:56: also so im normalen Schulalltag sage ich jetzt einmal gibt es ja selten die Möglichkeit überhaupt in diese lange Weile hineinzutriften?
00:30:06: Ja genau das sehe ich auch so.
00:30:10: Schule ist viel großes Thema am Nachmittag weiter Kurse Leistungsdruck Freunde treffen Präsenz sein Das kriegen Sie halt auch von den Eltern mit, ja?
00:30:21: Ich lebe in der Ada auch irgendwie eine gewisse Art.
00:30:23: Von einer Weise ein Action-Programm vor und einen Tun, einen Arbeiten als Selbstständige.
00:30:29: Und das Handy ist bei mir genauso präsent.
00:30:31: also da müssen wir glaube ich bei unseren Erwachsenen viel umstellen damit sich das auf unsere Kinder auswirkt.
00:30:39: An das Vorleben.
00:30:40: Auch mal langeweile zulassen können.
00:30:43: Das ist bei mi genau so Thema.
00:30:45: Die Frage ist zum Einen natürlich braucht es langeweile aus deiner Sicht, um eben diese Kreativität auch irgendwie zu fördern?
00:30:53: und auf der anderen Seite sehe ich schon auch also natürlich so bei meinen Jugendlichen Zuhause oder auch bei deren Freunden.
00:31:01: Bevor langweilig über passieren kann hängen sie schon wieder eventuell am Handy und scrollen durch.
00:31:07: ja das ist jetzt die ganze Medienwelt neue Medienwelt so aufgebaut dass langeweilen keinen Raum mehr bekommt.
00:31:14: Ja das stimmt.
00:31:17: Was war die Frage?
00:31:19: Die erste Frage war, ob es Langeweile braucht.
00:31:23: Ja und die zweite, wie man vielleicht bewusst langeweile Räume schaffen kann.
00:31:30: Also ganz klares ja ist braucht langweile.
00:31:32: und wie man sich diese langeweite Räumen schaffen kann da tue ich mir auch schon so schwer muss ich gestehen weil ich wirklich selten langeweide verspüre aber ich immer langeweile als Nährboden meiner Kreativität gesehen habe.
00:31:48: Und es gibt Situationen, wenn ich in einem Schaffungsprozess bin von einem Theaterstück wo ich Text und ... die Situationen selbst erfinde oder auch eine Schauspielerrolle arbeite, muss ich mich bewusst zurückziehen aus meinem Alltag, aus meiner Situation und mir einen Raum schaffen wo ich denken kann.
00:32:07: Das heißt nichts mit langweilig zu tun aber vielleicht auch diesen Raum der Langeweile dadurch schaffen könnte dass man wirklich viel mehr Zeit mit sich verbringen darf das Handy weglickt den Laptop weglegt Und keine Ahnung in die Natur geht, das ist immer mein Punkt.
00:32:23: Das brauche ich einen Waldspaziergang oder mich auf einem Bachflusssee Wasser irgendwas setzen, dass es für mich immer so ein bisschen runterkommt und denkt!
00:32:34: Das ist für mich der Prozess.
00:32:36: Ich denke da nicht durchdenke, ich versuche irgendwie kreativen Flow zu bekommen und das wäre interessant doch viel langer weil jetzt wo ich drüber rede... Eigentlich mal ohne beruflichen Kontext das zu machen.
00:32:49: So, jetzt nehme ich mich zurück und habe gar nichts, worüber ich nachdenken müsste... ...und dann entsteht vielleicht diese Langeweile, die ich brauche.
00:32:56: Interessant!
00:32:57: Mehrmal eine Idee?
00:32:59: Also ich finde, Langeweile ist ja schon so negativ behaftet was das Wording angeht.
00:33:05: Ich persönlich nicht, ich mag Langeweihele.
00:33:08: Bekommst du mit aus dem Umfeld?
00:33:10: Also meine Kinder, wenn die dann kommen und dann sagen mir ist langweilig.
00:33:14: Und ich sag dann das was meine Mutter immer gesagt hat Das ist super!
00:33:18: Dann hast du jetzt die Möglichkeit dir etwas zu überlegen.
00:33:22: sie lieben die Antwort natürlich nicht Aber es ändert ja nichts.
00:33:27: aber Ich habe das Gefühl Langeweile geht mich so einem gefühl einher.
00:33:33: Was mache ich jetzt?
00:33:34: Und das löst irgendwie so ein bisschen negative Emotionen in vielen Menschen aus.
00:33:38: Und so wie du es jetzt beschrieben hast, finde ich ist das schon so.
00:33:41: ein schöner Frame irgendwie für alle einmal umzudenken und Kreativität nicht als ... oder Langeweile nicht als Verlust von etwas zu sehen sondern als Gewinn, als Nährboden um Neuesen stehen zu lassen.
00:33:54: Voll!
00:33:55: Finde ich einen schönen Ansatz.
00:33:57: Nicht
00:33:57: gut.
00:33:58: Und nämlich auch... Ich glaube dass Langeweile deshalb so negativ eine negative Bedeutung hat, weil man dann mit sich selbst beschäftigen muss und
00:34:08: das ist immer
00:34:08: halt auch mit Schwierigkeiten oder Herausforderungen verbunden.
00:34:13: Ist halt so ja!
00:34:14: Wenn du da mal in dich hineinspüren darfst wenn du langweilig bist und nicht abgenenkt bist und man wahrnimmst wie geht es dir eigentlich?
00:34:21: Wie
00:34:22: geht es Dir wirklich?
00:34:23: was spürst Du?
00:34:24: Was kommt in Dir hoch?
00:34:26: Was beschäftigt Dich?
00:34:29: Da drüber geht
00:34:29: niemals immer so eine Sache.
00:34:34: Wie ist das in der Schauspielerei?
00:34:35: Wie sehr muss man sich damit den eigenen Emotionen auseinandersetzen, bevor man auch auf die Bühne geht.
00:34:42: Also habt ihr da auch eine ganze Palette an Emotionen, die ihr dann zeigt?
00:34:45: Ja natürlich ständig!
00:34:46: Du schöpfst ja aus deinen eigenen Emotsionen... Ein schönes Bild kreiert, ein Schubladenbild.
00:34:53: Du hast quasi in deinem Körper einen großen Kast mit hunderttausend Schubladen und da verstecken sich die ganzen gesammelten Emotionen, die du jemals durchlebt hast weil du musst es ja auch immer erlebt haben um das irgendwie auch dann darzustellen oder authentisch zu sein Und aus diesem Hunderttaussenschubladen kannst du immer dir deine Schublade rausholen die du gerade brauchst für die Rolle oder für die Situation Weil in die Rolle durchlebte auch hundert tausend Emotions.
00:35:15: Da holst du dir das raus und dann kannst du das quasi abspielen.
00:35:20: ist mein Bild und meinen Ansatz.
00:35:24: Gab es schon mal eine Emotion, wo du keinen Schubladdl hattest?
00:35:29: Ja auf jeden Fall!
00:35:30: Also gerade am Anfang der Schauspielerei gab's viele, wo ich mir denke okay versteh' gar nicht warum dieses die Rolle oder die Figur so reagiert oder was das in ihr auslöst.
00:35:42: natürlich mischt man dann zusammen oder versucht irgendwas herzustellen aber umso ältig werde umso mehr Emotionen werden der gefühlt in diesen Schubladen, das ist natürlich umso geil als Schauspielerin oder Schauspiller dass man da dann aus dem vollen schöpfen
00:35:55: kann.
00:35:56: Super!
00:35:57: Also ich finde es spannend wie uns irgendwie so die Kultur, die Schausspielerei durch langeweile Emotionen digital Detox geführt hat jetzt auch durch den Podcast.
00:36:08: was werden dir auch wichtig zu sagen wenn da jetzt vielleicht Ein Kind, ein Elternteil.
00:36:15: Ein Lehrer auch vielleicht zuhört der vielleicht einen Schüler hat oder ein Kind hat das sich mit Schauspielerei beschäftigt dass irgendwie so diesen inneren Wunsch auch hat in diese Richtung zu gehen.
00:36:28: was könntest du ihnen mitgeben
00:36:31: unbedingt bestärken motivieren im Mut geben und es auszuprobieren sich damit zu beschäftigen Ins Theater gehen, viel ins Theater gehen.
00:36:40: Viel lesen, Theaterstücke lesen oder Monologe sich selbst ausprobieren.
00:36:45: es gibt so viele tolle Möglichkeiten und Angebote wo man jugendlich unterstützen kann sich dorthin zu wenden.
00:36:52: Institutionen die Kurse und Workshops anbieten auch nur so tageweise um da einfach mal reinzuspüren und zu schauen ob mir das wirklich taugt ob ich das machen will.
00:37:02: Und ja den Mut machen den eigenen Weg gehen zu dürfen wäre schön
00:37:06: Ja.
00:37:07: Und wenn wir jetzt so auf die Ursprungsfrage auch irgendwie zurückkommen, jetzt am Ende der Folge was glaubst denn du jetzt aus deiner Sicht prägt Kinder am meisten in ihrer Kindheit für die Zukunft auch irgendwo?
00:37:23: Wahrscheinlich die Familie.
00:37:25: ich würde schon sagen dass die Eltern extrem die Kinder prägen können mit ihrem Verhalten und dem Vorleben mit dem Sein Und das prägt, glaube ich von Anfang an sehr stark.
00:37:36: Und dann natürlich wenn wir jetzt aufs Umfeld gehen Freundeskreis große Prägung und auch das was sie konsumieren.
00:37:44: Also wenn wir sagen ok, digitale Welt oder reale Welt.
00:37:48: Kunst- und Kulturwelt das sind alles Sachen aber das leben ja trotzdem auch die Eltern vor.
00:37:53: Die Eltern entscheiden ja gehe ich mit dem Kind ins Theater zeige ich ihnen ein Theaterstück Oder gehe ich mir den Kindern am Fußballplatz?
00:37:59: Das sind die Entscheidungen die von den Eltern getroffen werden gerade am Anfang.
00:38:04: Ja also ich glaube die Eltern oder Bezugspersonen.
00:38:08: Und
00:38:09: welchem Mehrwert könnte Kultur und Kunst irgendwie in einer Familie bringen?
00:38:17: Der Mehrwert, den ich sehe ist einfach die Fantasieanregen neue Denkansätze bringen.
00:38:24: Um zu denken, zu reflektieren auch politische Gedanken zulassen können und sich Inspirationen zu holen.
00:38:33: Sehr schön!
00:38:36: Liebe Sophie, ich danke dir vielmals dass du dir heute Zeit genommen hast zwischen all deinen Terminen und Aufträgen.
00:38:44: Und Dinge die wir noch sehen dürfen von dir zu mir zu kommen heute in den Podcast was sich noch ganz vergessen habe ich glaube du hast jetzt mittlerweile auch ein Kabarett.
00:38:54: Ja, stimmt.
00:38:55: Das haben wir
00:38:55: noch
00:38:56: gar nicht?
00:38:56: Ja!
00:38:57: Das ist jetzt wieder was ganz
00:38:58: anderes.
00:38:58: Aber es interessiert mich trotzdem.
00:39:00: Lass mal hören.
00:39:01: Nein ich habe ja lange die Werbung gemacht vom Pennymarkt mit meiner Kollegin Linda Holt und wir haben jetzt gemeinsam seit der Vertrag beendet wurde einen Kabarett geschrieben und gemacht und da tun wir jetzt schon seit Jänner damit herum und wir spielen jetzt auch wieder in Wien im Herbst und auch in Niederösterreich.
00:39:20: und ja Aktion Scharf heißt
00:39:22: das Programm
00:39:23: Also für alle, die es interessiert.
00:39:24: Das geht eben um Werbung und Einkaufsverhalten, um Einkaufen mit Kindern bis Mutter sein.
00:39:31: Kommt vorbei www.aktionscharf.com.
00:39:34: Ich stelle alle links auch gerne die Shownoten all deinen Projekten!
00:39:41: Ich glaube das Gespräch hat jetzt wirklich schön gezeigt, dass Entwicklung nicht nur dort passiert wo Kinder gezielt gefördert werden sondern im Vorleben, im Miteinander, im sozialen auch.
00:39:53: Und ja, ich freue mich dass du da warst.
00:39:56: Ich hoffe ganz viele hören diese großartige Folge und wir sehen uns.
00:40:00: im.
00:40:00: Kaveré hätte ich
00:40:01: gesagt ne?
00:40:02: Sehr sehr gerne und danke vielmals für das Gespräch.
00:40:04: Verschauen!
00:40:05: Sehr sehr spannend.
00:40:06: Also dann ihr Lieben bis zum nächsten Mal.
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